Vorträge
Jürgen Sturma, Biologe, wissenschaftlicher Koordinator, Autor zahlreicher volkskundlicher und regionalhistorischer Veröffentlichungen und Vorträge
Alle Vorträge werden von einer Präsentation begleitet und dauern etwa 45-60 Minten.

Die Alteburg in Friedewalde - die bemerkenswerte Geschichte einer großen Burg
Der Vortrag beleuchtet die bisher unbekannte Geschichte der Friedewalder Burg und folgt dem Niedergang der bedeutenden Anlage bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.
nächster Termin: Nordhemmer Vorträge am 1. August 2026, 18:00 Uhr, altes Feuerwehrgerätehaus
Die himmlischen Töchter von Friedewalde - Gut und Schloss Haus Himmelreich im 19. Jahrhundert
Das 19. Jahrhundert ist ein Jahrhundert des Aufbruchs und der Veränderungen. Diese Zeit geht auch am Haus Himmelreich nicht ohne Folgen vorbei. Zahlreiche bisher unbekannte Quellen werfen einen neuen Blick auf das Schloss und seine Besitzer.
Leteln, ein kleines Dorf ganz groß - Streiflichter aus der Geschichte des Dorfes
Im frühen 11. Jahrhundert, zu Zeiten des berühmten Bischofs Sigebert, wurde Leteln zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der Vortrag führ durch die mittelalterliche Geschichte des kleinen Dorfes bis zu den großen Umwälzungen des 19. Jahrhunderts.
Roggenmuhme und Böcksenwulf - Volksglaube im Mindener Land
Spielt der Aberglaube heute noch eine große Rolle für den aufgeklärten modernen Menschen? Welche Bedeutung hatten Roggenmuhme und der Böcksenwulf für die Landbevölkerung von 100 Jahren? Es ist eine Begegnung mit vielen mythischen Gestalten des Mindener Landes.
Pfefferminz und gelbe Schnecken - Hauptsache es hilft
In der Vergangenheit spielte die Heilkunde eine große Rolle. Die ärztliche Versorgung war schlecht und die Wege zu den Apotheken weit. Absonderliche Rezepturen stehen hier direkt neben Mitteln, die heute noch Anwendung finden
Neu beTrachtet - die historischen bäuerlichen Trachten des Mindener Landes
Tracht zwischen Wissenschaft, Politik und Folklore
Das Mindener Land ist eine sehr reiche volkskundliche Landschaft mit vielen besonderen ethnischen Kleinregionen. Bedauerlicher Weise hat es hier, wie in vielen anderen Regionen Deutschlands, keine grundlegende Feldforschung und eine kritische Neubewertung der Quellen gegeben.
"Selbst gesponnen, selbst gemacht, das ist keine Bauerntracht"
Eine Untersuchung zur Entwicklung der historischen bäuerlichen Trachten des Mindener Landes
Den historischen Trachten hängt der Muff des selbst Gemachten und Einfachen an. Im 19. Jahrhundert wurden sie als Sinnbild für das reaktionäre Landvolk gesehen. Man hat dabei nicht berücksichtigt, dass die Trachten eine sehr eigene und regionalcharakteristische Dynamik für die modischen Entwicklungen ihrer Kleidung hatten. Dabei spielten Manufakturwaren und hochwertige Stoffe aus den Textilzentren in ganz Deutschland eine sehr große Rolle.
Die Truhen schön beschlagen, gefüllt mit Linnen schwer….
Flachsanbau und Leinenherstellung im Mindener Land
Die Textilherstellung spielte in der Vergangenheit eine große Rolle, Neben Wollstoffen wurde im Mindener Land besonders Flachs angebaut und verarbeitet. Die Reise geht von der Aussaat bis zum fertigen Produkt und berührt dabei viele Redensarten und Sprichwörter.
Misthaufen oder Mercedes - Wertvorstellungen auf dem Lande im 19. und 20. Jahrhundert
Welche Werte stehen für uns heute im Focus unseres modernen Lebens, welche Werte waren es für unsere Eltern und Großeltern. Wer waren die Influenzer zur Zeit, als es noch keine gab? Wir korrelieren die individuellen Wertevorstellungen
mit dem sozialen Umfeld?
Roter Rock und weißer Kittel - Trachtenmythen im wissenschaftlichen Härtetest (in Vorbereitung)
Die Trachtenforschung hat sich in vielen Fällen nur oberflächlich mit dem Phänomen der bäuerlichen Tracht beschäftigt. Volkskundler, Museen und Trachtengruppen haben das Bild von der Tracht geprägt. Eine kritische Prüfung der Quellen und Fakten aber zeichnet ein vollkommen anderes Bild.
nächster Termin: 14. September 2026, Museum Bückeburg, Lange Straße 22, Bückeburg
unter dem Titel:
"Was wir über die Tracht glauben und was tatsächlich stimmt."
Eine textile Spurensuche im 18. und 19. Jahrhundert
Eintritt frei
Material - Mode - Modernisierung (in Vorbereitung)
Der Einfluss industrieller Fertigung auf die Entwicklung der historischen Trachten des Mindener Landes
Heute wird die Mode von der industriellen Produktion und den Modezentren dominiert. Die historischen bäuerlichen Trachten wurden in diesem Kontext bisher kaum untersucht. Mit der Tracht verbindet sich die Vorstellung von Handarbeit, Hausfleiß, Tradition und Beständigkeit. Museen, Volkskundler und Trachtengruppen entwerfen ihr eigenes Bild, aber eine eingehende Untersuchung der textilen Objekte, ihrer Entwicklung und Herkunft hat bisher nicht statt gefunden. Erste Forschungsansätze von Rudolf Helm und Josef Hanika zu diesem Themenkreis wurden auch in den jüngsten Veröffentlichungen zur historischen Tracht in nicht berücksichtigt. Jürgen Sturma nimmt den Faden auf und untersucht, wie Manufakturwaren und industrielle Produkte auf die Entwicklung der regionalen Trachten im 19. und frühen 20. Jahrhundert gewirkt haben. Es geht auch um die Klärung des Begriffes „Tracht“ und landläufige „Trachtenmythen“, die auf den Prüfstand kommen.
nächster Termin: 16. Februar 2026, 19:30 Uhr, Mindener Geschichtsverein, Hansehaus, Papenmarkt 2, Eintritt frei.
falls nicht anders vermerkt, © für alle Fotos: Jürgen Sturma, Minden
